Paartherapie ist keine Psychotherapie und keine Kassenleistung

Paartherapie ist keine Therapie für eine psychische Störung mit Krankheitswert. Im Unterschied zu Menschen mit Partnerschaftsproblemen gibt es Menschen mit sogenannten psychischen Störungen. Diese psychischen Störungen schränken die Erkrankten in ihrem Lebenswandel soweit ein, dass sie in der Regel ihren Alltag oder ihre berufliche Tätigkeit über längere Zeit hinweg nicht mehr bewältigen können. Für diese Patienten ist es wichtig, dass sie von jemandem behandelt werden, der dafür besonders qualifiziert ist. Dies sind nach dem Psychotherapeutengesetz zur Heilkunde zugelassene Psychotherapeuten. In § 1 des Psychotherapeutengesetzes heißt es: (3) Ausübung von Psychotherapie im Sinne dieses Gesetzes ist jede mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung und Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist. Im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung ist eine somatische Abklärung herbeizuführen. Zur Ausübung von Psychotherapie gehören nicht psychologische Tätigkeiten, die die Aufarbeitung und Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde zum Gegenstand haben. In der Paartherapie kommen natürlich Methoden der Psychotherapie zum Einsatz, es geht jedoch um die Überwindung sozialer Konflikte. Diese Art der Anwendung von Psychotherapie bezahlt die Krankenkasse also i.d.R. nicht.